h0 = 0,5 · dL · ψ · (1 − ε)
Verschleißfreier Betrieb liegt vor, solange h0 über dem materialabhängigen Grenzwert h0,zul bleibt.
Verschleißfreier Betrieb liegt vor, solange h0 über dem materialabhängigen Grenzwert h0,zul bleibt.
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Verschleißfreier Betrieb liegt vor, solange h0 über dem materialabhängigen Grenzwert h0,zul bleibt.
dL = 50 mm, ψ = 1‰ und ε = 0,7 ergeben h0 = 0,5·50 mm·0,001·0,3 = 7,5 µm.
Gilt für unverkantete, nicht durchgebogene Wellen im vollumschlossenen Gleitlager; die relative Exzentrizität ε muss separat aus der Sommerfeldzahl bestimmt werden.
Der Rechner bestimmt die kleinste Schmierspalthöhe eines Gleitlagers aus Bohrungsdurchmesser, relativem Lagerspiel und relativer Exzentrizität und prüft sie gegen den zulässigen Erfahrungswert.
Die kleinste Schmierspalthöhe h0 = 0,5·dL·ψ·(1−ε) ist der geringste Abstand zwischen Welle und Lagerschale im hydrodynamischen Betrieb. Verschleißfreier Betrieb liegt vor, solange h0 über dem materialabhängigen Grenzwert h0,zul bleibt, der von Rautiefe, Formfehlern und Schmierstoffreinheit abhängt.
Man kann sich h0 wie den dünnsten Punkt eines Ölfilms vorstellen, auf dem die Welle im Lager „schwimmt“, ähnlich einem Wasserskifahrer, der auf einem dünnen Wasserfilm über der Oberfläche gleitet – solange der Film dick genug bleibt, findet keine feste Berührung statt.
h0 = 0,5 · dL · ψ · (1 − ε)
h0 = 0,5 · dL · ψ · (1 − ε)dL = h0 / [0,5 · ψ · (1 − ε)]ε = 1 − h0 / (0,5 · dL · ψ)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Kleinste Schmierspalthöhe h0 | Kleinster Abstand zwischen Welle und Lagerschale im Betrieb. |
| Lagerbohrung dL | Innendurchmesser der Lagerschale. |
| Relatives Lagerspiel ψ | Aus dem Lagerspiel-Rechner. |
| Relative Exzentrizität ε | Aus der Sommerfeldzahl über TB 15-11 abgelesen; ε → 1 bedeutet Wellenmitte nahe der Lagerschale. |
dL ist der Lagerbohrungsdurchmesser, ψ das relative Lagerspiel (aus dem entsprechenden Rechner) und ε die relative Exzentrizität, die über die Sommerfeldzahl und TB 15-11 bestimmt wird.
Bestimme zunächst ψ und über die Sommerfeldzahl die relative Exzentrizität ε, trage beide zusammen mit dL ein, um h0 zu erhalten.
dL = 50 mm, ψ = 1 ‰ und ε = 0,7 ergeben h0 = 0,5 · 50 mm · 0,001 · 0,3 = 0,015 mm = 7,5 µm.
h0 = 7,5 µm ist mit dem zulässigen Wert h0,zul aus TB 15-14 zu vergleichen, der von der Oberflächenrauheit und der Schmierstofffilterung abhängt. Liegt h0 darunter, drohen Mischreibung und Verschleiß.
dL wird in mm, ψ dimensionslos und ε dimensionslos zwischen 0 und 1 angegeben; h0 wird wegen seiner geringen Größe meist in µm dargestellt.
Der zulässige Grenzwert h0,zul richtet sich näherungsweise nach der Summe der Rautiefen von Welle und Lagerschale zuzüglich eines Zuschlags für Formabweichungen: h0,zul ≈ Σ(Rz + Wt) bei unverkanteter, nicht durchgebogener Welle. TB 15-14 bei Roloff/Matek gibt konkrete Erfahrungswerte an, die zusätzlich sorgfältige Montage und ausreichende Schmierstofffilterung voraussetzen. Ohne diese Randbedingungen kann der reale Grenzwert deutlich höher liegen als der reine Rautiefen-Wert.
Die minimale Schmierspalthöhe ist die abschließende Prüfgröße jeder Gleitlagerauslegung und entscheidet, ob ein Lager tatsächlich verschleißfrei im hydrodynamischen Regime arbeitet.
Die Formel gilt für unverkantete, nicht durchgebogene Wellen im vollumschlossenen Gleitlager. Wellendurchbiegung, Fluchtungsfehler und Formabweichungen können die tatsächliche minimale Spalthöhe lokal unter den berechneten Wert senken.
Typischer Fehler: Ein häufiger Fehler ist, ε zu schätzen statt sie korrekt über die Sommerfeldzahl und TB 15-11 zu bestimmen; ein falsches ε verfälscht h0 erheblich, insbesondere nahe ε = 1.
Über die Sommerfeldzahl und ein Diagramm oder eine Tabelle wie TB 15-11, abhängig auch vom Breitenverhältnis b/dL.
Es droht Mischreibung mit direktem Kontakt der Rauheitsspitzen, was zu erhöhtem Verschleiß bis hin zum Fressen führen kann.
Weil typische Werte im Bereich weniger Mikrometer bis einige zehn Mikrometer liegen und mm-Werte hier unhandlich klein wären.
Ja, die Formel setzt eine unverkantete, nicht durchgebogene Welle voraus; reale Durchbiegung kann die lokale Spalthöhe zusätzlich verringern.
Größeres Lagerspiel, geringere Belastung, höhere Drehzahl oder höherviskoses Öl erhöhen tendenziell h0; jede Änderung wirkt jedoch auch auf die Sommerfeldzahl zurück.