ψ = (dL − dW) / dL
Typische Werte liegen zwischen 0,5‰ bei hochbelasteten, langsamen Lagern und 3‰ bei gering belasteten, schnelllaufenden Lagern.
Typische Werte liegen zwischen 0,5‰ bei hochbelasteten, langsamen Lagern und 3‰ bei gering belasteten, schnelllaufenden Lagern.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Typische Werte liegen zwischen 0,5‰ bei hochbelasteten, langsamen Lagern und 3‰ bei gering belasteten, schnelllaufenden Lagern.
dL = 50 mm und dW = 49,95 mm ergeben ψ = 0,05/50 = 0,001 = 1‰.
Kaltes Einbauspiel; das Betriebsspiel weicht durch unterschiedliche Wärmedehnung von Welle und Lagerschale hiervon ab.
Der Rechner bestimmt das relative (bezogene) Lagerspiel eines Gleitlagers aus Bohrungs- und Wellendurchmesser – die zentrale Kenngröße für Sommerfeldzahl und Schmierspalthöhe.
Das relative Lagerspiel ψ = (dL−dW)/dL setzt das absolute Spiel zwischen Lagerbohrung und Wellendurchmesser in Bezug zum Durchmesser selbst. Es ist dimensionslos und liegt für die meisten hydrodynamischen Gleitlager zwischen 0,5 ‰ (hochbelastet, langsam) und 3 ‰ (gering belastet, schnelllaufend).
Man kann sich ψ wie das relative Spiel zwischen einer Welle und ihrer Bohrung im Verhältnis zur Gesamtgröße vorstellen – ähnlich dem Spiel zwischen einem Kolben und seinem Zylinder, nur bezogen auf den Durchmesser statt als Absolutmaß angegeben.
ψ = (dL − dW) / dL
ψ = (dL − dW) / dLdW = dL · (1 − ψ)dL = dW / (1 − ψ)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Relatives Lagerspiel ψ | Bezogenes Lagerspiel, dimensionslos, meist in ‰ angegeben. |
| Lagerbohrung dL | Innendurchmesser der Lagerschale. |
| Wellendurchmesser dW | Außendurchmesser des Wellenzapfens im Lager. |
dL ist der Innendurchmesser der Lagerschale (Bohrung), dW der Außendurchmesser des Wellenzapfens im Lager.
Trage dL und dW ein, um ψ zu erhalten. Für eine Auslegung gib ψ als Zielwert (z. B. aus TB 15-8) und einen der beiden Durchmesser ein, um den anderen zu bestimmen.
dL = 50 mm und dW = 49,95 mm ergeben ψ = 0,05 mm / 50 mm = 0,001 = 1 ‰.
ψ = 1 ‰ liegt im mittleren Bereich üblicher Gleitlagerauslegungen. Ein zu kleines ψ erhöht das Fressrisiko bei Wärmedehnung, ein zu großes ψ verschlechtert die Tragfähigkeit des Schmierfilms.
dL und dW werden in mm angegeben, ψ ist dimensionslos und wird häufig in ‰ (Promille) dargestellt.
Das hier berechnete ψ beschreibt das Spiel bei Montagetemperatur (meist Raumtemperatur). Im Betrieb erwärmen sich Welle und Lagerschale unterschiedlich stark, je nach Werkstoff und thermischer Anbindung. Das tatsächliche Betriebsspiel ψB ergibt sich näherungsweise aus ψB = ψE + Δψ, mit Δψ = (αL−αW)·(Jeff−20 °C), wobei αL und αW die Ausdehnungskoeffizienten von Lagerschale und Welle sind. Bei großen Temperaturunterschieden oder unterschiedlichen Werkstoffen kann sich das Betriebsspiel deutlich vom kalten Einbauspiel unterscheiden.
Das relative Lagerspiel ist eine Kerngröße für die Berechnung der Sommerfeldzahl und der minimalen Schmierspalthöhe und beeinflusst direkt die ISO-Passungswahl für Welle und Lagerbohrung.
Das hier berechnete ψ ist das kalte Einbauspiel. Das tatsächliche Betriebsspiel weicht davon durch unterschiedliche Wärmedehnung von Welle und Lagerschale ab und muss gesondert (ψE bzw. ψB) über die Betriebstemperatur korrigiert werden.
Typischer Fehler: Ein häufiger Fehler ist, das absolute Spiel s = dL−dW mit dem relativen Lagerspiel ψ zu verwechseln, ohne durch dL zu teilen – die beiden Größen unterscheiden sich um mehrere Zehnerpotenzen.
Typischerweise zwischen 0,5 ‰ für hochbelastete, langsam laufende Lager und 3 ‰ für gering belastete, schnelllaufende Lager.
Der Rechner liefert das kalte Einbauspiel; das Betriebsspiel weicht durch unterschiedliche Wärmedehnung von Welle und Lagerschale davon ab.
TB 15-9 und TB 15-10 bei Roloff/Matek geben passende ISO-Toleranzfelder für ein gewünschtes relatives Lagerspiel an.
Das Fressrisiko steigt, insbesondere bei Wärmedehnung im Betrieb, da das Spiel weiter abnimmt oder ganz verschwindet.
Die Tragfähigkeit des hydrodynamischen Schmierfilms sinkt, und die minimale Schmierspalthöhe wird ungünstiger.