ΔV = V0 · γ · ΔT
Anders als bei Feststoffen wird bei Flüssigkeiten meist direkt der Volumenausdehnungskoeffizient γ verwendet, nicht der dreifache Längenausdehnungskoeffizient.
Anders als bei Feststoffen wird bei Flüssigkeiten meist direkt der Volumenausdehnungskoeffizient γ verwendet, nicht der dreifache Längenausdehnungskoeffizient.
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Anders als bei Feststoffen wird bei Flüssigkeiten meist direkt der Volumenausdehnungskoeffizient γ verwendet, nicht der dreifache Längenausdehnungskoeffizient.
V0=200 l (0,2 m³) Hydrauliköl mit γ≈0,00065/K und ΔT=40 K ergeben ΔV=0,0052 m³, also rund 5,2 Liter zusätzlichen Ausdehnungsraum.
Konstanter γ über den betrachteten Temperaturbereich, starrer Behälter ohne Eigenausdehnung und keine Verdunstung oder Phasenänderung; reale γ-Werte sind zusätzlich leicht temperaturabhängig und herstellerspezifisch zu prüfen.
Der Rechner bestimmt, wie viel zusätzlicher Raum bereitstehen muss, wenn sich eine in einem Behälter eingeschlossene Flüssigkeit bei Erwärmung ausdehnt. Er ergänzt die vorhandene lineare Wärmeausdehnung fester Bauteile um den bei Flüssigkeiten üblichen direkten Volumenausdehnungskoeffizienten.
Bei Flüssigkeiten wird die Volumenzunahme meist direkt über einen Volumenausdehnungskoeffizienten γ angegeben, nicht über den bei Festkörpern gebräuchlichen Längenausdehnungskoeffizienten α (dort gilt näherungsweise γ≈3α). Es gilt ΔV=V0·γ·ΔT, wobei V0 das Flüssigkeitsvolumen bei der kälteren Bezugstemperatur ist.
ΔV = V0 · γ · ΔT
| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Volumenzunahme ΔV | Zusätzlicher Raumbedarf der Flüssigkeit bei der angegebenen Erwärmung; muss als Ausdehnungsreserve frei bleiben. |
| Flüssigkeitsvolumen bei Bezugstemperatur V0 | Eingefülltes Flüssigkeitsvolumen bei der kälteren Bezugstemperatur, z. B. beim Befüllen. |
| Volumenausdehnungskoeffizient γ | Stoffwert der Flüssigkeit; Wasser bei 20 °C etwa 0,0002/K, Mineral-Hydrauliköl nach DIN 51757 etwa 0,00065/K, Dieselkraftstoff etwa 0,00095/K bis 0,001/K. |
| Temperaturänderung ΔT | Differenz zwischen höchster erwarteter Betriebstemperatur und der Bezugstemperatur beim Befüllen. |
V0 ist das eingefüllte Flüssigkeitsvolumen bei der Bezugstemperatur, meist der Befülltemperatur. γ ist der Volumenausdehnungskoeffizient der jeweiligen Flüssigkeit, z. B. Wasser bei 20 °C etwa 0,0002/K, Mineral-Hydrauliköl nach DIN 51757 etwa 0,00065/K und Dieselkraftstoff etwa 0,00095 bis 0,001/K. ΔT ist die Differenz zwischen höchster erwarteter Betriebstemperatur und Bezugstemperatur.
V0 aus der tatsächlichen Füllmenge übernehmen. γ aus einem Stoffdatenblatt der verwendeten Flüssigkeit entnehmen; bei Hydraulikölen ist der Wert meist im technischen Datenblatt oder nach DIN 51757 angegeben. ΔT aus der Differenz zwischen minimaler und maximal erwarteter Betriebstemperatur bilden.
V0=200 l (0,2 m³) Hydrauliköl mit γ≈0,00065/K und ΔT=40 K ergeben ΔV=0,2·0,00065·40=0,0052 m³, also rund 5,2 Liter zusätzlichen Ausdehnungsraum.
ΔV gibt an, wie viel Luft- beziehungsweise Ausdehnungsraum im Behälter mindestens frei bleiben muss, damit die Flüssigkeit bei der wärmsten Betriebstemperatur nicht randvoll steht. Ein zu knapp bemessener Ausdehnungsraum kann bei geschlossenen Systemen zu unzulässig hohem Druckaufbau führen.
V0 und ΔV sind Volumina, γ ist ein Volumenausdehnungskoeffizient je Kelvin und ΔT eine Temperaturdifferenz in Kelvin.
Die Formel ΔV=V0·γ·ΔT ist die Standardbeziehung der Wärmelehre für Flüssigkeiten. Die im Rechner genannten Richtwerte für Wasser, Hydrauliköl (DIN 51757) und Dieselkraftstoff sind öffentlich dokumentierte Stoffwerte; γ bleibt eine sichtbare, vom Anwender zu prüfende Eingabe und wird nicht als feste Tabelle im Rechner hinterlegt.
Auslegung des Luftpolsters in Hydraulik- und Getriebeölbehältern, Kraftstofftanks und anderen geschlossenen oder teilweise offenen Flüssigkeitsbehältern, die über einen größeren Temperaturbereich betrieben werden.
Konstanter γ über den betrachteten Temperaturbereich, ein starrer Behälter ohne eigene Wärmeausdehnung und keine Verdunstung, Entgasung oder Phasenänderung. Reale γ-Werte sind zusätzlich leicht temperatur- und druckabhängig und sollten für sicherheitsrelevante Auslegungen gegen Herstellerangaben geprüft werden.
Typischer Fehler: Nicht den Längenausdehnungskoeffizienten α fester Werkstoffe anstelle des flüssigkeitsspezifischen γ einsetzen; γ ist bei den meisten Flüssigkeiten deutlich größer als 3α eines vergleichbaren Feststoffs. Nicht vergessen, dass auch der Behälter selbst sich geringfügig ausdehnt und den erforderlichen Freiraum leicht verringert.
Flüssigkeiten haben keine feste Form; ihre Ausdehnung wird direkt als Volumenänderung angegeben. Bei Feststoffen lässt sich γ näherungsweise aus 3α ableiten, bei Flüssigkeiten ist γ ein eigenständiger, meist deutlich größerer Stoffwert.
Aus dem technischen Datenblatt des Herstellers oder aus Stoffwerttabellen; für Mineralöle ist DIN 51757 die einschlägige Bezugsquelle.
Nein. Der Behälter wird als starr angenommen; seine eigene, meist deutlich kleinere Wärmeausdehnung verringert den tatsächlich benötigten Freiraum geringfügig.