P = (F₁ − F₂) · v
Nur die Differenz aus Zug- und Losstrumkraft leistet Arbeit; sie wird mit der Riemengeschwindigkeit multipliziert.
Nur die Differenz aus Zug- und Losstrumkraft leistet Arbeit; sie wird mit der Riemengeschwindigkeit multipliziert.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Nur die Differenz aus Zug- und Losstrumkraft leistet Arbeit; sie wird mit der Riemengeschwindigkeit multipliziert.
F₁ = 256,6 N, F₂ = 100 N und v = 25 m/s ergeben P ≈ 3,92 kW.
Stationärer Betrieb; Riemenmasse, Fliehkrafteinfluss und Wirkungsgradverluste fehlen.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter übertragener Leistung P, Zugtrumkraft F₁, Losstrumkraft F₂ und Riemengeschwindigkeit v die jeweils fehlende Größe. Er zeigt, warum nur die Differenz der beiden Riementrumkräfte tatsächlich Arbeit verrichtet – nicht die volle Zugtrumkraft.
Die von einem Riementrieb übertragene mechanische Leistung ist das Produkt aus der Kraftdifferenz zwischen Zug- und Losstrum sowie der Riemengeschwindigkeit: P = (F₁ − F₂)·v. Die Losstrumkraft F₂ dient lediglich der Vorspannung und trägt selbst nicht zur Nutzleistung bei.
Beim Anfahren eines Förderbands oder Kompressors mit Riemenantrieb steigt die Zugtrumkraft F₁ deutlich über die Losstrumkraft F₂, während der Riemen bereits mit nahezu konstanter Geschwindigkeit läuft. Nach Herstellerempfehlungen laufen Keilriemen meist mit etwa 20 bis 25 m/s, selten über 30 m/s – bei höheren Geschwindigkeiten steigen Fliehkrafteinflüsse und Riemenverschleiß überproportional an.
P = (F₁ − F₂) · v
P = (F₁ − F₂) · vF₁ = P/v + F₂F₂ = F₁ − P/vv = P / (F₁ − F₂)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Übertragene Leistung P | Mechanische Leistung am Riementrieb. |
| Zugtrumkraft F₁ | Kraft im gespannten (ziehenden) Riementrum. |
| Losstrumkraft F₂ | Kraft im entspannten Riementrum. |
| Riemengeschwindigkeit v | Umlaufgeschwindigkeit des Riemens. |
Gib zwei der vier Größen ein. F₁ und F₂ müssen zum selben Betriebspunkt gehören; v ist die tatsächliche Umlaufgeschwindigkeit des Riemens, nicht die Drehzahl einer Scheibe.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die übrigen bekannten Werte mit Einheit ein. Ermittle die Riemengeschwindigkeit bei Bedarf zunächst über den bestehenden Umfangsgeschwindigkeits-Rechner aus Scheibendurchmesser und Drehzahl.
Gegeben sind F₁ = 256,6 N, F₂ = 100 N und v = 25 m/s. Einsetzen ergibt P = (256,6 − 100) · 25 ≈ 3.916 W ≈ 3,92 kW.
Eine übertragene Leistung von 3,92 kW zeigt die tatsächlich am Abtrieb nutzbare mechanische Leistung bei dieser Zugkraftdifferenz und Riemengeschwindigkeit. Für die erforderliche Motorleistung muss zusätzlich der Wirkungsgrad des Riementriebs berücksichtigt werden.
Kräfte in Newton (N), Geschwindigkeit in m/s, Leistung in Watt (W) oder Kilowatt (kW).
Die Formel wird bei der Auslegung von Riementrieben für Kompressoren, Lüfter, Pumpen und Förderanlagen sowie bei der Nachrechnung vorhandener Antriebe zur Abschätzung der übertragbaren Leistung verwendet.
Die Formel setzt einen stationären Betriebszustand mit konstanter Riemengeschwindigkeit voraus. Bei hohen Geschwindigkeiten reduziert die Fliehkraft die Anpresskraft des Riemens auf die Scheibe und damit die real übertragbare Kraftdifferenz; Riemenmasse und Wirkungsgradverluste sind hier nicht enthalten.
Typischer Fehler: Nicht die volle Zugtrumkraft F₁ anstelle der Kraftdifferenz (F₁ − F₂) in die Leistungsformel einsetzen – nur der Unterschied zwischen beiden Trumkräften verrichtet Arbeit. Außerdem die Riemengeschwindigkeit nicht mit der Drehzahl einer Scheibe verwechseln; beide hängen über den Scheibendurchmesser zusammen, sind aber unterschiedliche Größen.
Weil die Losstrumkraft F₂ bereits als Vorspannung vorhanden ist und keine zusätzliche Arbeit verrichtet. Nur der über die Vorspannung hinausgehende Anteil (F₁ − F₂) überträgt tatsächlich Leistung.
Meist im Bereich von etwa 20 bis 25 m/s, in der Praxis selten über 30 m/s, da bei höheren Geschwindigkeiten Fliehkrafteinflüsse und Verschleiß deutlich zunehmen.
Die maximale Kraftdifferenz (F₁ − F₂), die ein Riemen ohne Durchrutschen übertragen kann, wird durch die Capstan-Gleichung begrenzt; die hier berechnete Leistung darf diese Grenze nicht überschreiten.