amin = √tmax − 0,5; amax = 0,7 · tmin
Zu dünne Nähte erkalten zu schnell und binden schlecht an; zu dicke Nähte verziehen dünne Bleche unnötig.
Zu dünne Nähte erkalten zu schnell und binden schlecht an; zu dicke Nähte verziehen dünne Bleche unnötig.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Zu dünne Nähte erkalten zu schnell und binden schlecht an; zu dicke Nähte verziehen dünne Bleche unnötig.
tmax = 16 mm ergibt amin ≈ 3,5 mm; tmin = 10 mm ergibt amax = 7 mm.
Erfahrungsrichtwerte für Flacherzeugnisse und offene Profile mit t ≥ 3 mm; die wirksame Nahtdicke sollte in jedem Fall mindestens 3 mm betragen.
Der Rechner schätzt die empfohlene untere und obere Grenze der Kehlnahtdicke aus der größten und kleinsten beteiligten Blechdicke ab.
Die Untergrenze amin = √tmax − 0,5 vermeidet ein Missverhältnis zwischen Nahtquerschnitt und den verbundenen Bauteilquerschnitten (zu dünne Nähte kühlen zu schnell ab und binden schlecht an). Die Obergrenze amax = 0,7·tmin ist eine zweckmäßige Praxisgrenze, die verhindert, dass eine überdimensionierte Naht das dünnere Blech unnötig thermisch verzieht.
Man kann sich das wie die passende Nagelgröße für zwei unterschiedlich dicke Bretter vorstellen: Ein zu dünner Nagel hält nicht ausreichend, ein zu dicker spaltet das dünnere Brett. Die beiden Formeln geben den vernünftigen Bereich dazwischen an.
amin = √tmax − 0,5; amax = 0,7 · tmin
amin = √tmax − 0,5 (mm)amax = 0,7 · tmin (mm)tmax = (amin + 0,5)²tmin = amax / 0,7| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Empfohlene Mindestdicke amin | Untergrenze zur Vermeidung eines Missverhältnisses von Naht- und Bauteilquerschnitt. |
| Empfohlene Höchstdicke amax | Zweckmäßige Obergrenze; in DIN EN 1993-1-8 nicht normativ festgelegt. |
| Größte Blechdicke tmax | Dicke des dickeren der beiden verschweißten Bauteile. |
| Kleinste Blechdicke tmin | Dicke des dünneren der beiden verschweißten Bauteile. |
tmax ist die Dicke des dickeren, tmin die Dicke des dünneren der beiden verschweißten Bauteile. Beide Formeln sind ausschließlich für Werte in Millimetern definiert.
Trage tmax ein, um amin zu erhalten, und tmin, um amax zu erhalten. Die tatsächlich gewählte Nahtdicke sollte zwischen amin und amax liegen und zusätzlich mindestens 3 mm betragen.
tmax = 16 mm ergibt amin = √16 − 0,5 = 3,5 mm; tmin = 10 mm ergibt amax = 0,7 · 10 = 7 mm.
Eine gewählte Nahtdicke zwischen 3,5 mm und 7 mm gilt für dieses Blechdickenpaar als konstruktiv sinnvoll. Werte außerhalb dieses Bereichs sind nicht automatisch unzulässig, sollten aber begründet werden.
Beide Formeln sind ausdrücklich in Millimetern definiert (√tmax ist keine dimensionsreine Operation); die Ergebnisse amin und amax werden ebenfalls in mm angegeben.
amin = √tmax − 0,5 ist keine dimensionshomogene physikalische Gleichung, sondern eine empirische Faustformel, die ausschließlich für tmax in Millimetern kalibriert wurde. Setzt man tmax in einer anderen Einheit ein (z. B. in Zoll oder Metern), ergibt sich ein falscher Zahlenwert, weil die Wurzelfunktion und die additive Konstante 0,5 nicht mitskalieren. Dieser Rechner rechnet daher intern immer in Millimetern, unabhängig von der am Eingabefeld gewählten Anzeigeeinheit.
Die Faustformeln werden in der Vorentwurfsphase genutzt, um für ein gegebenes Blechdickenpaar schnell eine sinnvolle Nahtdicke vorzuschlagen, bevor eine detaillierte Festigkeitsberechnung erfolgt.
Die Formeln gelten für Flacherzeugnisse und offene Profile mit t ≥ 3 mm; die Obergrenze amax ist in DIN EN 1993-1-8 selbst nicht normativ festgelegt, sondern ein verbreiteter Praxisrichtwert. Bei Blechdicken ab 30 mm genügt nach der Norm bereits amin ≥ 5 mm.
Typischer Fehler: Ein häufiger Fehler ist, amin oder amax als zwingende Normwerte statt als Richtwerte zu behandeln, oder die wirksame Mindestnahtdicke von 3 mm zu unterschreiten, selbst wenn die Formel rechnerisch einen kleineren Wert ergibt.
Er ist eine Konstruktionsregel zur Vermeidung eines Missverhältnisses von Naht- und Bauteilquerschnitt, keine Festigkeitsanforderung; die eigentliche Tragfähigkeit ist gesondert nachzuweisen.
DIN EN 1993-1-8 nennt hierfür keinen verbindlichen Wert; 0,7·tmin hat sich als praxisbewährte Faustregel etabliert, um übermäßigen Verzug zu vermeiden.
Dort genügt nach der Norm bereits eine Mindestnahtdicke von 5 mm, unabhängig vom Ergebnis der √tmax-Formel.
Nein, die wirksame Nahtdicke einer Kehlnaht sollte grundsätzlich mindestens 3 mm betragen, auch wenn amin rechnerisch kleiner ausfällt.
Nein, er liefert nur einen konstruktiven Vorschlag für die Nahtdicke; die tatsächliche Tragfähigkeit ist mit dem Kehlnaht-Schubspannungsrechner und dem Sicherheitsfaktor-Rechner nachzuweisen.