Zahnriemen-Geometrie

Teilkreisdurchmesser einer Zahnriemenscheibe

Der Wirkumfang entspricht exakt Zähnezahl mal Zahnteilung; der daraus berechnete Teilkreis ist nicht der messbare Außendurchmesser.

MINTSI
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Eingaben

Durchmesser der Wirklinie des Zahnriemens um die Scheibe.

Anzahl gleichmäßig verteilter Zähne beziehungsweise Rillen der Scheibe.

Abstand benachbarter Zahnprofile entlang der Wirklinie; muss zum Riemenprofil passen.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

dw = z · p / π

Der Wirkumfang entspricht exakt Zähnezahl mal Zahnteilung; der daraus berechnete Teilkreis ist nicht der messbare Außendurchmesser.

Eingaben verstehen
  • Teilkreisdurchmesser dwDurchmesser der Wirklinie des Zahnriemens um die Scheibe.
  • Zähnezahl zAnzahl gleichmäßig verteilter Zähne beziehungsweise Rillen der Scheibe.
  • Zahnteilung pAbstand benachbarter Zahnprofile entlang der Wirklinie; muss zum Riemenprofil passen.
Beispiel

20 Zähne mit 5 mm Teilung ergeben dw = 20·5/π = 31,831 mm.

Annahmen und Grenzen

Passendes Zahnriemenprofil mit gleichmäßiger Teilung; Außen-, Fuß-, Flansch- und Bohrungsdurchmesser werden nicht bestimmt.

Fachartikel

Teilkreisdurchmesser einer Zahnriemenscheibe verstehen

Der Rechner wandelt Zahnteilung und Zähnezahl einer Zahnriemenscheibe in ihren Teilkreis- beziehungsweise Wirkdurchmesser um. Dieser geometrische Durchmesser ist für Übersetzung, Riemengeschwindigkeit und Achsabstand entscheidend, lässt sich am realen Zahnprofil aber nicht einfach außen messen.

Was beschreibt diese Größe?

Entlang des Wirkkreises belegt jeder Zahn genau die Teilung p. Der Wirkumfang ist daher z·p und zugleich π·dw. Aus πdw = zp folgt dw = z·p/π.

Wickelt man ein Maßband mit Markierungen im Abstand p um den unsichtbaren Wirkkreis, müssen nach einer Runde genau z Abstände auf dem Umfang liegen. Der Durchmesser ergibt sich aus Umfang geteilt durch π.

Formel und Variablen

dw = z · p / π

  • π·dw = z·p
  • dw = z·p/π
  • z = π·dw/p
  • p = π·dw/z
Symbol / EingabeBedeutung
Teilkreisdurchmesser dwDurchmesser der Wirklinie des Zahnriemens um die Scheibe.
Zähnezahl zAnzahl gleichmäßig verteilter Zähne beziehungsweise Rillen der Scheibe.
Zahnteilung pAbstand benachbarter Zahnprofile entlang der Wirklinie; muss zum Riemenprofil passen.

Eingaben richtig wählen

z ist die ganze Zahl der Scheibenzähne. p ist die nominelle Zahnteilung des ausgewählten Riemenprofils, beispielsweise 5 mm oder 8 mm; Profilform und Teilung von Riemen und Scheibe müssen übereinstimmen.

So benutzt du den Rechner

Lies Teilung und Zähnezahl aus der Produktbezeichnung oder Zeichnung ab und berechne dw. Für eine Zielgröße kann z zurückgerechnet werden; eine nicht ganzzahlige Zähnezahl muss konstruktiv auf eine verfügbare ganze Zahl geändert und das Layout neu geprüft werden.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Bei z = 20 und p = 5 mm ist der Wirkumfang 100 mm. Daraus folgt dw = 100/π = 31,831 mm.

Ergebnis und Einheiten verstehen

31,831 mm ist der kinematisch wirksame Durchmesser. Der Außendurchmesser ist profilspezifisch kleiner oder anders definiert und muss aus der Herstellerzeichnung entnommen werden. Mit dw kann anschließend v = πdw·n berechnet werden.

p und dw sind Längen; Millimeter sind in Katalogen üblich. z ist dimensionslos. Da πdw und zp denselben Umfang beschreiben, muss die Ausgabeeinheit zu p passen; die App rechnet intern über SI.

Warum ist der Teilkreisdurchmesser nicht messbar wie der Außendurchmesser?

Die Wirklinie liegt im Zugträger des Zahnriemens und damit oberhalb oder innerhalb der sichtbaren Zahnkontaktflächen. Ihre Lage hängt vom Profil ab. Der kinematische Wirkdurchmesser folgt dennoch eindeutig aus z·p/π; Fertigungsmaße für Kopf- und Fußkreis müssen aus der profilspezifischen Herstellerzeichnung stammen.

Typische Anwendungen

Verwendet für CAD-Bauraum, Scheibenauswahl, Übersetzungs- und Geschwindigkeitsrechnung sowie als Eingangsgröße für Riemenlänge und Umschlingungswinkel eines Zahnriemenantriebs.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Die Formel liefert nur den Wirkkreis. Zahnprofil, Außendurchmesser, Flansche, Mindestzähnezahl, Bohrung, Riemenbreite und Leistungsfähigkeit bleiben produktspezifisch. Ein berechneter Durchmesser definiert keine herstellbare Zahnkontur.

Typischer Fehler: Kettenradformel p/sin(π/z) nicht auf Zahnriemenscheiben übertragen. Teilung nicht mit Zahnhöhe verwechseln und metrische Profile wie 5M nicht mit zölligen Profilen gleichen Namens mischen.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Teilkreisdurchmesser einer Zahnriemenscheibe?

Mit dw = z·p/π aus Zähnezahl z und Zahnteilung p.

Ist Teilkreisdurchmesser gleich Außendurchmesser?

Nein. Der Teilkreis liegt auf der Wirklinie des Riemenzugträgers; der sichtbare Außendurchmesser ist profilabhängig.

Kann ich jede Zähnezahl verwenden?

Geometrisch ja, praktisch gelten profilspezifische Mindestzähnezahlen, verfügbare Kataloggrößen und Leistungsgrenzen des Herstellers.

Was bedeutet 5M oder 8M?

Bei vielen metrischen Zahnriemenprofilen bezeichnet die Zahl die nominelle Teilung in Millimetern; die vollständige Profilbezeichnung muss dennoch geprüft werden.

Warum unterscheidet sich die Formel vom Kettenrad?

Der Zahnriemen folgt einer kontinuierlichen Wirklinie mit Umfang z·p; eine Rollenkette bildet auf dem Kettenrad ein Polygon aus Sehnen der Länge p.