n₂ = n₁ · d₁/d₂ · (1 − s)
Schlupf senkt die reale Abtriebsdrehzahl gegenüber dem idealen Durchmesserverhältnis; bei Zahnriemen ist dieses Modell im störungsfreien Betrieb nicht anzuwenden.
Schlupf senkt die reale Abtriebsdrehzahl gegenüber dem idealen Durchmesserverhältnis; bei Zahnriemen ist dieses Modell im störungsfreien Betrieb nicht anzuwenden.
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Schlupf senkt die reale Abtriebsdrehzahl gegenüber dem idealen Durchmesserverhältnis; bei Zahnriemen ist dieses Modell im störungsfreien Betrieb nicht anzuwenden.
1.500 min⁻¹ mit 100/250 mm Scheiben ergeben ideal 600 min⁻¹; bei 2 % Schlupf verbleiben 588 min⁻¹.
Konstanter zusammengefasster Schlupf im stationären Betrieb; elastischer Dehnschlupf und echter Gleitschlupf werden nicht getrennt modelliert.
Der Rechner ergänzt die ideale Scheibenübersetzung um einen vorgegebenen Gesamtschlupf. Damit lässt sich entweder eine realistisch verminderte Abtriebsdrehzahl abschätzen oder aus gemessenen Drehzahlen der wirksame Schlupf des gesamten Riemenantriebs bestimmen.
Ohne Schlupf gilt n₁d₁ = n₂d₂. Ein relativer Drehzahlverlust s wird als Faktor 1−s angesetzt: n₂ = n₁(d₁/d₂)(1−s). s = 0 bedeutet idealen Gleichlauf; s = 0,02 bedeutet, dass n₂ zwei Prozent unter dem idealen Wert liegt.
Wie ein Reifen auf einer Rolle kann ein Reibriemen trotz laufendem Kontakt geringfügig zurückbleiben. Der ideale Umfangsweg gibt 600 U/min vor; bei zwei Prozent Verlust kommen am Abtrieb nur 98 Prozent davon, also 588 U/min, an.
n₂ = n₁ · d₁/d₂ · (1 − s)
n₂,ideal = n₁·d₁/d₂n₂ = n₂,ideal·(1−s)s = 1 − n₂d₂/(n₁d₁)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Reale Abtriebsdrehzahl n₂ | Gemessene oder unter Schlupf erwartete Drehzahl der Abtriebsscheibe. |
| Antriebsdrehzahl n₁ | Drehzahl der antreibenden Riemenscheibe. |
| Wirkdurchmesser Antrieb d₁ | Wirkdurchmesser der antreibenden Scheibe. |
| Wirkdurchmesser Abtrieb d₂ | Wirkdurchmesser der angetriebenen Scheibe. |
| Gesamtschlupf s | Relative Drehzahlminderung gegenüber der idealen schlupffreien Beziehung; 0,02 entspricht 2 %. |
n₁ ist die Antriebs-, n₂ die Abtriebsdrehzahl. d₁ und d₂ sind Wirkdurchmesser, nicht ungeprüft Außenmaße. s wird dimensionslos eingegeben: 0,02 entspricht 2 %. Verwende zusammengehörige Messwerte unter stabiler Last.
Für eine Prognose wähle n₂ und gib Geometrie, n₁ und einen plausiblen Schlupf aus Messung oder Herstellerdaten ein. Für die Diagnose wähle s und gib beide gleichzeitig gemessenen Drehzahlen ein. Ein überraschend großer Wert verlangt eine Prüfung von Vorspannung, Belastung, Verschleiß und Kontamination.
n₁ = 1.500 min⁻¹, d₁ = 100 mm und d₂ = 250 mm ergeben ideal 600 min⁻¹. Mit s = 0,02 folgt n₂ = 600·0,98 = 588 min⁻¹.
588 min⁻¹ bedeuten eine Differenz von 12 min⁻¹ beziehungsweise 2 % gegenüber der idealen Geometrie. Der Rechner sagt nicht, welcher Anteil davon elastischer Dehnschlupf und welcher echtes Gleiten ist.
Drehzahlen werden intern als Winkelgeschwindigkeit umgerechnet, können aber bequem in min⁻¹ eingegeben werden. Beide Durchmesser dürfen jede Längeneinheit verwenden, solange die Einheiten korrekt ausgewählt sind; nur ihr Verhältnis geht ein.
Elastischer Dehnschlupf entsteht, weil der stärker gespannte Riemenabschnitt länger ist und beim Kraftübergang seine Dehnung ändert. Gleitschlupf ist makroskopisches Rutschen bei unzureichendem Reibschluss. Der aus Drehzahlen berechnete Gesamtwert unterscheidet beide Ursachen nicht; ungewöhnliche Zunahmen unter Last sind deshalb diagnostisch zu untersuchen.
Geeignet für Drehzahlabgleich, Fehlersuche, Ersatzscheibenplanung und eine vorsichtige Sollwertkorrektur bei Flach- oder Keilriemen. Zahnriemen übertragen formschlüssig; dort weist eine solche Abweichung eher auf Messfehler, Überspringen oder falsche Zähnezahlen hin.
s ist ein empirischer Gesamtwert. Das Modell löst weder lokale Dehnung in Wirk- und Ruhebogen noch lastabhängige Reibung, Erwärmung, transienten Anfahrschlupf oder wechselnde Lasten auf. Für die Auslegung gelten Herstellerverfahren.
Typischer Fehler: Prozent nicht als ganze Zahl eingeben: 2 % = 0,02. Fahrer und Abtrieb nicht vertauschen, Außen- und Wirkdurchmesser nicht mischen und Drehzahlen unter verschiedenen Lastzuständen nicht zur Schlupfdiagnose kombinieren.
Mit s = 1 − n₂d₂/(n₁d₁), wenn beide Drehzahlen und Wirkdurchmesser bekannt sind.
Die reale Abtriebsdrehzahl beträgt 98 % der ideal aus dem Durchmesserverhältnis berechneten Drehzahl.
Reibschlüssige Riemen zeigen elastischen Dehnschlupf; starker Gleitschlupf ist dagegen ein Hinweis auf Überlast, falsche Spannung oder schlechten Reibkontakt.
Im normalen formschlüssigen Betrieb nein: Zahnriemen haben kein kontinuierliches Schlupfmodell. Abweichungen deuten eher auf Überspringen, falsche Geometrie oder Messfehler.
Die neutrale Zugschicht läuft auf dem Wirkdurchmesser. Der Außendurchmesser kann davon abweichen und würde bereits ohne Schlupf eine falsche Ideal-Drehzahl ergeben.