Fᵤ = F₁ − F₂
Nur die Differenz F₁ − F₂ überträgt Drehmoment; die Summe der Trumkräfte belastet dagegen Welle und Lager.
Nur die Differenz F₁ − F₂ überträgt Drehmoment; die Summe der Trumkräfte belastet dagegen Welle und Lager.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Nur die Differenz F₁ − F₂ überträgt Drehmoment; die Summe der Trumkräfte belastet dagegen Welle und Lager.
1.000 N Zugtrumkraft minus 400 N Losstrumkraft ergeben 600 N wirksame Zugkraft.
Stationärer Betrieb; Trumkräfte am betrachteten Querschnitt. Fliehkraft, Vorspannverfahren und dynamische Lastspitzen werden nicht eigenständig ermittelt.
Dieser Rechner trennt bei einem Riemenantrieb die nutzbare Umfangskraft von den deutlich höheren Kräften in den beiden freien Riementrumen. Er berechnet Fᵤ aus Zugtrumkraft F₁ und Losstrumkraft F₂ oder stellt die Beziehung nach einer fehlenden Trumkraft um.
Die wirksame Riemenzugkraft Fᵤ ist die Differenz der Trumkräfte: Fᵤ = F₁ − F₂. Sie greift tangential am Wirkradius der Scheibe an und erzeugt das übertragene Drehmoment. Eine gemeinsame Vorspannung in beiden Trumen erhöht dagegen F₁ und F₂, ohne deren Differenz im selben Maß zu erhöhen.
Ziehen zwei Personen ein Seil in entgegengesetzte Richtungen mit 1.000 N und 400 N, verbleibt eine resultierende Kraft von 600 N. Beim Riemen entspricht diese Differenz der tangential nutzbaren Kraft; beide Einzelkräfte bleiben dennoch für Welle, Lager und Riemenfestigkeit relevant.
Fᵤ = F₁ − F₂
Fᵤ = F₁ − F₂F₁ = Fᵤ + F₂F₂ = F₁ − FᵤP = Fᵤ · vM = Fᵤ · d/2| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Wirksame Zugkraft Fᵤ | Tangential nutzbare Kraft zur Übertragung von Drehmoment und Leistung. |
| Zugtrumkraft F₁ | Kraft im stärker belasteten Riementrum unter Last. |
| Losstrumkraft F₂ | Verbleibende Kraft im weniger belasteten Riementrum. |
F₁ bezeichnet die Kraft im stärker belasteten Zugtrum, F₂ die Kraft im Losstrum. Beide Werte müssen zum gleichen Betriebszustand, zur gleichen Riemenscheibe und zur gleichen Definition bezüglich Fliehkraft gehören. Im antreibenden Betrieb muss F₁ mindestens so groß wie F₂ sein.
Wähle Fᵤ als Ziel und trage gemessene oder aus einer Herstellerberechnung bekannte Trumkräfte ein. Soll eine Trumkraft dimensioniert werden, wähle F₁ oder F₂ und gib die gewünschte wirksame Kraft sowie die andere Trumkraft vor. Prüfe anschließend Reibschluss, zulässige Riemenzugkraft und Lagerlast separat.
Für F₁ = 1.000 N und F₂ = 400 N folgt Fᵤ = 1.000 − 400 = 600 N. Bei v = 12 m/s entspräche dies P = 7,2 kW; an einer Scheibe mit 200 mm Wirkdurchmesser entstünde M = 60 N·m.
600 N sind nicht die maximale Kraft im Riemen, sondern die nutzbare Differenz. Der Riemen muss mindestens F₁ tragen, und die Wellenbelastung folgt aus der vektoriellen Kombination beider Trumkräfte. Ein kleines Fᵤ bei großen F₁ und F₂ weist auf hohe Vorspannung bei geringer Kraftausbeute hin.
Alle Kräfte werden in Newton gerechnet. Leistung folgt in Watt aus Newton mal Meter pro Sekunde; Drehmoment folgt in Newtonmeter aus Newton mal Meter. Trumkräfte dürfen nur miteinander verrechnet werden, wenn sie in derselben Einheit vorliegen.
Fᵤ wirkt tangential und erzeugt Drehmoment. Die Welle spürt dagegen die geometrische Vektorsumme der beiden am Scheibenumfang ziehenden Trumkräfte. Bei nahezu parallelen Trumen ist diese Lagerlast näherungsweise von der Größenordnung F₁ + F₂ und kann damit weit über Fᵤ liegen.
Die Größe wird verwendet, um Leistung und Drehmoment eines vorhandenen Riemenantriebs zurückzurechnen, Trumkraftmessungen auszuwerten und nach einer Hersteller-Auslegung zu prüfen, welcher Anteil der Riemenkräfte tatsächlich Arbeit überträgt.
Die Differenzgleichung ist eine Kraftbilanz, aber noch kein vollständiger Riemennachweis. Sie bestimmt weder den erforderlichen Reibwert noch Vorspannung, Fliehkraft, dynamische Zuschläge, Riemenbreite oder Lebensdauer. Herstellerdaten bleiben für die Auslegung verbindlich.
Typischer Fehler: Nicht F₁ + F₂ als übertragbare Umfangskraft verwenden. F₁ und F₂ außerdem nicht mit Stillstands-Vorspannkräften mischen: Betriebskräfte ändern sich unter Drehmoment und Drehzahl. Bei umgekehrter Leistungsrichtung wechseln Zug- und Losstrum ihre Rollen.
Die Differenz zwischen Zugtrum- und Losstrumkraft. Nur diese Differenz erzeugt das übertragene Drehmoment.
Nein. Die größte Riemenkraft ist im Betrieb üblicherweise F₁ und kann zusätzlich einen Fliehkraftanteil enthalten.
Mit P = Fᵤ·v, wenn die Riemengeschwindigkeit v bekannt ist. Für kW wird das Ergebnis in Watt durch 1.000 geteilt.
Mit M = Fᵤ·d/2, wobei d der Wirkdurchmesser der betrachteten Scheibe in Metern ist.
Der Riemen benötigt Vorspannung, damit genügend Anpressung und Reibschluss zur Scheibe vorhanden sind; deshalb wird das Losstrum nicht kraftlos.