Anet = t · (b − n · d0); σnet = F/Anet
Jedes Loch entfernt tragenden Querschnitt; die Nettospannung ist stets höher als die auf den ungeschwächten Bruttoquerschnitt bezogene Spannung.
Jedes Loch entfernt tragenden Querschnitt; die Nettospannung ist stets höher als die auf den ungeschwächten Bruttoquerschnitt bezogene Spannung.
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Jedes Loch entfernt tragenden Querschnitt; die Nettospannung ist stets höher als die auf den ungeschwächten Bruttoquerschnitt bezogene Spannung.
20.000 N auf eine 80 mm breite, 10 mm dicke Platte mit einem 12-mm-Loch ergeben Anet = 10 mm · (80 mm − 12 mm) = 680 mm² und σnet = 20.000 N / 680 mm² ≈ 29,4 MPa.
Gerade, nicht versetzte Lochreihe quer zur Kraftrichtung; bei versetzten Lochreihen (Zickzackanordnung) ist eine andere, potenziell kürzere kritische Schnittlinie separat zu prüfen. Örtliche Spannungsüberhöhung am Lochrand ist in der nominellen Nettospannung nicht enthalten.
Der Rechner bestimmt die Zugspannung im durch Nietlöcher geschwächten Restquerschnitt (Nettoquerschnitt) einer genieteten Platte aus Kraft, Plattenbreite, Blechdicke und Lochgeometrie.
Jedes Nietloch entfernt tragenden Werkstoff aus dem Plattenquerschnitt. Der Nettoquerschnitt an der kritischen Schnittlinie ergibt sich aus Anet = t·(b − n·d0), wobei n die Anzahl der Löcher ist, die diese Schnittlinie quert. Die Nettospannung σnet = F/Anet ist stets höher als die auf den vollen Bruttoquerschnitt bezogene Spannung F/(b·t).
Das ist wie ein Blatt Papier mit Lochung: Die tatsächlich reißfeste Breite ist nicht die volle Blattbreite, sondern die Breite abzüglich aller Löcher entlang der ungünstigsten Reißlinie – je mehr oder größere Löcher in einer Reihe liegen, desto schwächer ist diese Linie im Vergleich zum ungelochten Material.
Anet = t · (b − n · d0); σnet = F/Anet
Anet = t·(b − n·d0)σnet = F/Anetb = Anet/t + n·d0| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Nettoquerschnittsspannung σnet | Zugspannung im geschwächten Restquerschnitt der Platte. |
| Zugkraft F | Über die Platte übertragene Zugkraft. |
| Plattenbreite b | Gesamtbreite der Platte quer zur Kraftrichtung an der betrachteten Schnittlinie. |
| Blechdicke t | Dicke der Platte an der betrachteten Schnittlinie. |
| Lochdurchmesser d0 | Durchmesser der Nietlöcher in der kritischen Schnittlinie. |
| Anzahl Löcher in der Schnittlinie n | Anzahl der Nietlöcher, die die betrachtete Schnittlinie quert. |
| Nettoquerschnittsfläche Anet | Um die Lochabzugsfläche verminderte tragende Querschnittsfläche. |
Plattenbreite b, Blechdicke t, Lochdurchmesser d0 und Lochzahl n in der kritischen Schnittlinie bestimmen den Nettoquerschnitt; zusammen mit der Zugkraft F ergibt sich die Nettospannung.
Gib Plattenbreite, Blechdicke, Lochdurchmesser und Lochzahl ein, um den Nettoquerschnitt zu berechnen, und ergänze die Zugkraft für die Nettospannung. Prüfe bei versetzten Lochreihen zusätzlich, ob eine diagonale Schnittlinie kritischer ist.
20.000 N auf eine 80 mm breite, 10 mm dicke Platte mit einem 12-mm-Loch ergeben Anet = 10 mm · (80 mm − 12 mm) = 680 mm² und σnet = 20.000 N / 680 mm² ≈ 29,4 MPa – gegenüber nur 25 MPa bezogen auf den vollen Bruttoquerschnitt.
Die Nettospannung von 29,4 MPa liegt rund 18 % über der Bruttoquerschnittsspannung von 25 MPa. Dieser Unterschied wächst mit dem Verhältnis von Lochdurchmesser zu Plattenbreite und muss bei der Werkstoffauswahl und Sicherheitsbetrachtung berücksichtigt werden.
Breite, Dicke und Lochdurchmesser werden in mm angegeben, die Fläche in mm² und die resultierende Spannung in MPa (N/mm²).
Der Bruttoquerschnitt A=b·t beschreibt die volle, ungeschwächte Plattenfläche und liefert die niedrigste, optimistischste Spannungsabschätzung. Der Nettoquerschnitt Anet=A−n·d0·t berücksichtigt dagegen die tatsächlich an der kritischen Schnittlinie fehlende Fläche durch die Nietlöcher und liefert die für die Zugfestigkeitsprüfung maßgebende, höhere Spannung. Für eine vollständige Festigkeitsprüfung einer genieteten Zuglasche ist stets die Nettospannung gegen die Zugfestigkeit des Plattenwerkstoffs zu vergleichen, nicht die optimistischere Bruttospannung.
Die Berechnung wird zur Prüfung genieteter Zuglaschen, Knotenbleche und Anschlussplatten verwendet, um sicherzustellen, dass die Platte selbst nicht durch die Schwächung an den Nietlöchern versagt, bevor die Niete an ihre Grenze kommen.
Das Modell gilt für eine gerade, nicht versetzte Lochreihe quer zur Kraftrichtung. Bei versetzten (gestaffelten) Lochreihen kann eine diagonale Schnittlinie durch mehrere Löcher tatsächlich kürzer und damit kritischer sein als die gerade Linie; diese muss gesondert nach der Zickzack-Regel geprüft werden. Örtliche Spannungsüberhöhung direkt am Lochrand ist in der nominellen Nettospannung ebenfalls nicht enthalten.
Typischer Fehler: Ein häufiger Fehler ist, bei versetzten Lochreihen nur die gerade Schnittlinie zu prüfen, obwohl eine diagonale Linie durch mehrere Löcher bei geringerem Lochabstand kürzer und damit kritischer sein kann. Ebenso wird die Nettospannung manchmal mit der Bruttospannung verwechselt, obwohl beide unterschiedliche Bezugsflächen verwenden.
Weil die Nettospannung auf die um die Nietlöcher verminderte, tatsächlich tragende Fläche bezogen wird, während die Bruttospannung die volle, ungeschwächte Fläche verwendet.
Prüfe zusätzlich eine diagonale Schnittlinie durch mehrere Löcher nach der Zickzack-Regel; sie kann bei geringem Lochabstand kürzer und damit kritischer sein als die gerade Linie.
Diejenige mit der kleinsten Nettoquerschnittsfläche; bei gerader Lochreihe ist das meist offensichtlich, bei versetzten Reihen muss sie gezielt gesucht werden.
Nein, es liefert nur die nominelle, über den Nettoquerschnitt gemittelte Spannung; die tatsächliche Spannung am Lochrand ist lokal höher.
Alle drei sind unabhängige, gleichrangige Nachweise für eine vollständige Nietverbindungsprüfung; welcher maßgebend wird, hängt von der konkreten Geometrie ab.