Roloff/Matek Gl. (10.2)

Federn-Reihenschaltung Rechner

Durch beide Federn wirkt dieselbe Kraft; ihre Federwege addieren sich.

MINTSI
01

Eingaben

Die Federrate der gesamten Federkette bei Reihenschaltung – als Ergebnis aus 1/R₁+1/R₂(+1/R₃). Sie ist stets kleiner (weicher) als die weichste Einzelfeder.

Die Federrate der ersten Feder. Woher: Datenblatt der Feder oder die Steigung ihrer Kraft-Weg-Kennlinie.

Die Federrate der zweiten Feder, in Reihe mit der ersten (beide tragen dieselbe Kraft, ihre Wege addieren sich).

Eine optionale dritte Feder in derselben Reihenkette; 0 eingeben, wenn nicht vorhanden.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

1/Rges = 1/R₁ + 1/R₂

Durch beide Federn wirkt dieselbe Kraft; ihre Federwege addieren sich.

Eingaben verstehen
  • Gesamtfederrate Rges — Die Federrate der gesamten Federkette bei Reihenschaltung – als Ergebnis aus 1/R₁+1/R₂(+1/R₃). Sie ist stets kleiner (weicher) als die weichste Einzelfeder.
  • Federrate R₁ — Die Federrate der ersten Feder. Woher: Datenblatt der Feder oder die Steigung ihrer Kraft-Weg-Kennlinie.
  • Federrate R₂ — Die Federrate der zweiten Feder, in Reihe mit der ersten (beide tragen dieselbe Kraft, ihre Wege addieren sich).
  • Zusatzfeder R₃ — Eine optionale dritte Feder in derselben Reihenkette; 0 eingeben, wenn nicht vorhanden.
Beispiel

10 N/mm und 20 N/mm ergeben 6,67 N/mm.

Annahmen und Grenzen

Lineare Kennlinien, gleiche Kraft in allen Federn und keine Anschläge.

Fachartikel

Federn-Reihenschaltung Rechner verstehen

Reihenschaltung von Federn ist eine überschaubare Vorberechnung nach Roloff/Matek. Der Rechner stellt die geschlossene Grundgleichung nach jeder enthaltenen Größe um und trennt das Rechenergebnis bewusst vom vollständigen Bauteilnachweis.

Was beschreibt diese Größe?

In Reihe wirkt durch jede lineare Feder dieselbe Kraft, während sich die Wege addieren. Daher addieren sich die Kehrwerte der Federraten.

Formel und Variablen

1/Rges = 1/R₁ + 1/R₂

  • 1/Rges = 1/R1 + 1/R2 (+ 1/R3)
Symbol / EingabeBedeutung
Gesamtfederrate RgesDie Federrate der gesamten Federkette bei Reihenschaltung – als Ergebnis aus 1/R₁+1/R₂(+1/R₃). Sie ist stets kleiner (weicher) als die weichste Einzelfeder.
Federrate R₁Die Federrate der ersten Feder. Woher: Datenblatt der Feder oder die Steigung ihrer Kraft-Weg-Kennlinie.
Federrate R₂Die Federrate der zweiten Feder, in Reihe mit der ersten (beide tragen dieselbe Kraft, ihre Wege addieren sich).
Zusatzfeder R₃Eine optionale dritte Feder in derselben Reihenkette; 0 eingeben, wenn nicht vorhanden.

Eingaben richtig wählen

R1 bis R3 sind positive Einzelfederraten; R3=0 blendet die dritte Feder aus. Rges ist stets kleiner als die kleinste Einzelfederrate.

So benutzt du den Rechner

Zielgröße auswählen, alle übrigen Felder mit den Größen des tatsächlich betrachteten Bauteils füllen und die Einheiten kontrollieren. Das Resultat anschließend mit den genannten Modellgrenzen sowie den erforderlichen Festigkeits-, Sicherheits- und Betriebsnachweisen abgleichen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

10 und 20 N/mm ergeben 6,67 N/mm.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Die weichere Feder dominiert das Ergebnis; eine sehr steife zweite Feder verändert Rges nur wenig.

Der Rechner wandelt intern in kohärente SI-Einheiten um. Längen, Kräfte, Momente, Spannungen und Winkel dürfen daher in den angebotenen Einheiten eingegeben werden; dimensionslose Faktoren werden als Dezimalzahl eingegeben.

Was aus Roloff/Matek übernommen wurde

Verwendet wird ausschließlich die geschlossene Beziehung aus Kapitel 10.1.1, Gleichung (10.2). Tabellenwerte, Werkstoffgrenzen und konstruktive Detailnachweise werden nicht stillschweigend ergänzt; sie bleiben sichtbare Eingaben oder ausdrücklich außerhalb des Modells.

Typische Anwendungen

Reihenschaltung von Federn eignet sich für Variantenvergleich, Plausibilitätskontrolle und frühe Dimensionierung innerhalb des jeweiligen Maschinenelement-Clusters. Für die Freigabe einer Konstruktion sind die weiterführenden Nachweise des genannten Kapitels erforderlich.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Gültig für lineare Kennlinien, identische Kraft in allen Federn und Betrieb ohne Anschläge oder Vorspannungswechsel.

Typischer Fehler: Typische Fehler sind eine falsch verstandene Wirklänge oder Kraft, Prozentwerte statt Dezimalzahlen und das Gleichsetzen der Vorberechnung mit einem vollständigen Nachweis. Besonders wichtig: Gültig für lineare Kennlinien, identische Kraft in allen Federn und Betrieb ohne Anschläge oder Vorspannungswechsel.

Häufige Fragen

Ist Reihenschaltung von Federn ein vollständiger Festigkeitsnachweis?

Nein. Gültig für lineare Kennlinien, identische Kraft in allen Federn und Betrieb ohne Anschläge oder Vorspannungswechsel.

Woher stammen Gleichung und Gültigkeitsgrenzen?

Aus Roloff/Matek, Maschinenelemente, Kapitel 10.1.1, Gleichung (10.2); die lokale 21. Auflage wurde mit der vorhandenen 24. Auflage gegengeprüft.

Kann ich das Ergebnis direkt als Nennwert bestellen?

Nur nach Abgleich mit verfügbaren Norm- oder Herstellerreihen und nach den zusätzlich erforderlichen Sicherheits-, Werkstoff- und Betriebsnachweisen.

Quellen, Methodik und Review

  • Roloff/Matek, Maschinenelemente, 21. Auflage, Kapitel 10.1.1, Gleichung (10.2) (lokale PDF 978-3-658-02327-0)
  • Roloff/Matek, Maschinenelemente, 24. Auflage, Kapitel 10.1.1, Gleichung (10.2) (lokale PDF 978-3-658-26280-8)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

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NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-09