Transmissionswärmeverlust berechnen: Eingaben, Ergebnis und Grenzen
Welche Eingaben werden benötigt?
Für jedes Hüllbauteil werden die wärmeübertragende Fläche A, sein U-Wert und bei angrenzenden unbeheizten Bereichen ein projektspezifischer Temperaturfaktor Fx benötigt. Für Wärmebrücken werden Länge l und Psi-Wert aus Detailberechnung oder passendem Katalog eingetragen; punktuelle Chi-Werte werden als Summe ergänzt. Sämtliche Maße müssen dasselbe Innen- oder Außenmaßsystem verwenden.
Was wird ausgegeben?
Ausgegeben werden HT in W/K, der auf die erfasste Hüllfläche bezogene Kennwert H'T, der Wärmestrom bei der gewählten Temperaturdifferenz und der Anteil der linearen und punktuellen Wärmebrücken. Einzelbeiträge erleichtern die Plausibilitätskontrolle.
Rechenweg und Interpretation
HT = Σ(Fx·Ui·Ai) + Σ(Psij·lj) + ΣChik. Der Wärmestrom ist HT·ΔT. Ein Temperaturfaktor von 1 gilt für den direkten Übergang zur Außenluft; andere Faktoren müssen aus dem zutreffenden Bilanzverfahren stammen. Negative Psi-Werte sind bei konsistenter Maßbezugsebene zulässig.
Grenzen des Rechners
Stationäre Transmissionsbilanz, keine vollständige Norm-Heizlast. Lüftung und Infiltration, Erdreichdynamik, solare und interne Gewinne sowie Aufheizzuschläge fehlen. Der Rechner liefert auch keinen pauschalen Wärmebrückenzuschlag und wählt keine Psi-Werte aus.
Passender nächster Rechner
Quelle: ISO 13789:2017 und DIN EN ISO 13789:2018-04; Lohmeyer Praktische Bauphysik, 10. Auflage, Abschnitt 2.4.5, Gleichung (2.27). Begriff und konsistente Maßbezugsebene der Psi-Werte wurden zusätzlich gegen die lokal vorliegende DIN EN ISO 14683:2018-03 geprüft.