Bauphysik · Gebäudehülle

Transmissionswärmeverlust berechnen

Der Rechner bilanziert den stationären Wärmeverlust durch die gesamte thermische Hülle. Er wird eingesetzt, wenn Flächen und U-Werte der Bauteile feststehen: vor der vollständigen Heizlast- oder Energieberechnung und vor der Dimensionierung der Wärmeübergabe.

ISO 13789Bauphysik
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Gebäudehülle

Hüllbauteile A · U · FxJede Zeile ist ein thermisch einheitliches Hüllbauteil. Flächen und Längen müssen dasselbe Innen- oder Außenmaßsystem verwenden.
Lineare Wärmebrücken l · ΨLängenbezogene Wärmebrücken aus einer zum Maßsystem passenden Detailberechnung oder einem zulässigen Katalog.
02

Transmissionsbilanz

Hüllbauteile und Wärmebrücken eingeben und berechnen.

Auslegungsschritt

Transmissionswärmeverlust berechnen: Eingaben, Ergebnis und Grenzen

Welche Eingaben werden benötigt?

Für jedes Hüllbauteil werden die wärmeübertragende Fläche A, sein U-Wert und bei angrenzenden unbeheizten Bereichen ein projektspezifischer Temperaturfaktor Fx benötigt. Für Wärmebrücken werden Länge l und Psi-Wert aus Detailberechnung oder passendem Katalog eingetragen; punktuelle Chi-Werte werden als Summe ergänzt. Sämtliche Maße müssen dasselbe Innen- oder Außenmaßsystem verwenden.

Was wird ausgegeben?

Ausgegeben werden HT in W/K, der auf die erfasste Hüllfläche bezogene Kennwert H'T, der Wärmestrom bei der gewählten Temperaturdifferenz und der Anteil der linearen und punktuellen Wärmebrücken. Einzelbeiträge erleichtern die Plausibilitätskontrolle.

Rechenweg und Interpretation

HT = Σ(Fx·Ui·Ai) + Σ(Psij·lj) + ΣChik. Der Wärmestrom ist HT·ΔT. Ein Temperaturfaktor von 1 gilt für den direkten Übergang zur Außenluft; andere Faktoren müssen aus dem zutreffenden Bilanzverfahren stammen. Negative Psi-Werte sind bei konsistenter Maßbezugsebene zulässig.

Grenzen des Rechners

Stationäre Transmissionsbilanz, keine vollständige Norm-Heizlast. Lüftung und Infiltration, Erdreichdynamik, solare und interne Gewinne sowie Aufheizzuschläge fehlen. Der Rechner liefert auch keinen pauschalen Wärmebrückenzuschlag und wählt keine Psi-Werte aus.

Passender nächster Rechner

Quelle: ISO 13789:2017 und DIN EN ISO 13789:2018-04; Lohmeyer Praktische Bauphysik, 10. Auflage, Abschnitt 2.4.5, Gleichung (2.27). Begriff und konsistente Maßbezugsebene der Psi-Werte wurden zusätzlich gegen die lokal vorliegende DIN EN ISO 14683:2018-03 geprüft.