Federn · Tellerfeder-Betriebsfestigkeit

Tellerfeder-Ermüdungsnachweis (generisches Goodman-Modell)

Berechne Mittelspannung, Spannungsausschlag und Ermüdungsausnutzung einer Tellerfeder an den fünf charakteristischen Spannungsstellen (OM, I, II, III, IV) zwischen zwei Federwegen s1 und s2. Die Spannungen stammen unverändert aus dem validierten EN-16983/EN-16984-Spannungscore; die zulässige Ausschlagspannung gibst du selbst ein.

Dies ist ein generisches Goodman-Modell, kein EN-16983-Ermüdungsdiagramm: Die Diagrammdaten der Norm sind proprietär und hier nicht hinterlegt oder erfunden.

σGoodman
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Federgeometrie und Arbeitspunkte

Spannungen unverändert aus dem EN-16983/EN-16984-Spannungscore; Ermüdungsbewertung als generisches Goodman-Modell -- kein EN-16983-Ermüdungsdiagramm hinterlegt.

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Spannungen und Ermüdungsausnutzung

Eingaben festlegen und berechnen.

Eingaben und Rechenweg

Tellerfeder-Ermüdungsausnutzung (generisches Goodman-Modell)

Berechne Mittelspannung, Spannungsausschlag und Ermüdungsausnutzung einer Tellerfeder an den fünf charakteristischen Spannungsstellen zwischen zwei Federwegen, aufbauend auf dem validierten EN-16983/EN-16984-Spannungscore.

Eingaben

Dieselben Geometriedaten wie beim vorhandenen EN-16983-Tellerfederrechner (Außen-/Innendurchmesser, Nenndicke, freie Höhe, parallele Scheiben, Pakete in Reihe) sowie zwei Federwege s1/s2 und eine zulässige Ausschlagspannung aus einer eigenen Quelle.

Zusammenhang

Die Nennspannungen an den Stellen OM, I, II, III, IV werden unverändert aus dem bestehenden EN-16983/EN-16984-Spannungscore übernommen, einmal bei s1 und einmal bei s2. Für jede Stelle folgen Mittelspannung, Spannungsausschlag und Ermüdungsausnutzung (Ausschlag/zulässige Ausschlagspannung); die Stelle mit der größten Ausnutzung ist maßgebend.

Beispiel

Bei der EN-16983-Referenzreihe A40 (De=40, Di=20,4, t=2,25, l0=3,15 mm) ergibt sich bei s2=0,675 mm an Stelle II eine Nennspannung von rund 1328 MPa, unabhängig durch die SPIROL-DSC-Konstruktionsunterlage bestätigt.

Quellen und Grenzen: Klassisches Goodman-/Haigh-Diagramm-Prinzip der Betriebsfestigkeit; das EN-16983-eigene Ermüdungsdiagramm ist proprietär und wird hier nicht nachgebildet – die zulässige Ausschlagspannung muss aus einer eigenen, belegten Quelle stammen.

Fachartikel

Tellerfeder-Ermüdungsausnutzung (generisches Goodman-Modell) im Detail

Berechne Mittelspannung, Spannungsausschlag und Ermüdungsausnutzung einer Tellerfeder an den fünf charakteristischen Spannungsstellen zwischen zwei Federwegen, aufbauend auf dem validierten EN-16983/EN-16984-Spannungscore.

Was ist die Ermüdungsausnutzung nach Goodman für Tellerfedern?

Die Ermüdungsausnutzung nach dem Goodman-Prinzip vergleicht den vorhandenen Spannungsausschlag an jeder der fünf charakteristischen Stellen mit einer für die jeweilige Mittelspannung zulässigen Amplitude. Sie ist damit eine allgemeine, werkstoffunabhängige Bewertungsmethode – die konkreten Zahlenwerte für die zulässige Amplitude liefert üblicherweise ein Goodman-Diagramm wie das in EN 16983.

Formel und Variablen

Ausnutzung_X = σ_X,Ausschlag / σ_zul, für X ∈ {OM, I, II, III, IV}

  • σ_X,m = (σ_X,2+σ_X,1)/2
  • σ_X,Ausschlag = |σ_X,2−σ_X,1|/2
Symbol / EingabeBedeutung
σ_OM, σ_I…σ_IVNennspannungen an den fünf charakteristischen Stellen, unverändert aus dem EN-16983/EN-16984-Spannungscore übernommen.
σ_zulZulässige Ausschlagspannung, aus einer eigenen Quelle (z. B. EN-16983-Goodman-Diagramm oder FKM-Richtlinie).

Eingaben richtig wählen

Dieselben Geometriedaten wie beim vorhandenen EN-16983-Tellerfederrechner (Außen-/Innendurchmesser, Nenndicke, freie Höhe, parallele Scheiben, Pakete in Reihe) sowie zwei Federwege s1/s2 und eine zulässige Ausschlagspannung aus einer eigenen Quelle.

So benutzt du den Rechner

Trage dieselben Geometriedaten ein wie beim bestehenden Tellerfederrechner (Außendurchmesser De, Innendurchmesser Di, Nenndicke t, freie Höhe l0, parallele Scheiben, Pakete in Reihe). Ergänze die beiden Federwege s1/s2 und die zulässige Ausschlagspannung aus einer eigenen, dokumentierten Quelle.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Bei der EN-16983-Referenzreihe A40 (De=40, Di=20,4, t=2,25, l0=3,15 mm) ergibt sich bei s2=0,675 mm an Stelle II eine Nennspannung von rund 1328 MPa, unabhängig durch die SPIROL-DSC-Konstruktionsunterlage bestätigt.

Wie ist die maßgebende Stelle zu interpretieren?

Die Stelle mit der größten Ausnutzung ist für die Ermüdungsfestigkeit der Feder maßgebend. Eine Ausnutzung unter 100 % an allen fünf Stellen bedeutet, dass der jeweilige Arbeitspunkt unterhalb der (extern zu bestimmenden) Goodman-Grenzlinie liegt.

Längen in mm, zulässige Ausschlagspannung in MPa; Ergebnisse in MPa und Prozent bzw. dimensionslos.

Typische Anwendungen

Abschätzen, ob eine bereits nach EN 16983 dimensionierte Tellerfeder oder ein gleichförmiger Stapel bei dynamischer Belastung zwischen zwei Federwegen (s1, s2) eine bekannte zulässige Ausschlagspannung an allen fünf charakteristischen Stellen einhält.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Klassisches Goodman-/Haigh-Diagramm-Prinzip der Betriebsfestigkeit; das EN-16983-eigene Ermüdungsdiagramm ist proprietär und wird hier nicht nachgebildet – die zulässige Ausschlagspannung muss aus einer eigenen, belegten Quelle stammen.

Typischer Fehler: Die fünf Spannungsstellen OM, I, II, III, IV nicht verwechseln – sie liegen an unterschiedlichen Orten der Tellerfeder (Ober-/Unterseite, innen/außen) und können je nach Geometrie und Arbeitspunkt unterschiedlich stark ausgenutzt sein. Die maßgebende Stelle kann sich bei anderer Geometrie oder anderen Federwegen verschieben.

Häufige Fragen

Warum berechnet dieser Rechner nicht selbst, ob die Tellerfeder hält?

Weil die dafür nötigen Goodman-Diagramme aus EN 16983 geometrie- und werkstoffabhängige, urheberrechtlich geschützte Tabellenwerte sind, die in diesem Projekt nicht ohne geprüfte Quelle vorliegen. Der Rechner wertet stattdessen die allgemeine Goodman-Beziehung mit einer selbst belegten zulässigen Ausschlagspannung aus.

Warum gibt es fünf verschiedene Spannungsstellen?

EN 16983/EN 16984 unterscheiden fünf charakteristische Orte (OM in der Mitte der Oberseite, I bis IV an Innen- und Außenkanten von Ober- und Unterseite), da die Biegespannung über den Tellerquerschnitt nicht gleichmäßig verteilt ist.

Was ist der Unterschied zu den bereits vorhandenen Ausgaben des Tellerfederrechners?

Der bestehende Rechner gibt die fünf Nennspannungen bei einem einzelnen Federweg aus, bewertet sie aber nicht gegen eine zulässige Ausschlagspannung bei zyklischer Belastung. Dieser Rechner ergänzt genau diese fehlende Bewertung an zwei Arbeitspunkten.

Was bedeutet eine Ausnutzung über 100 %?

Der Spannungsausschlag an der maßgebenden Stelle überschreitet die eingegebene zulässige Ausschlagspannung – ein rechnerisches Ermüdungsrisiko, das eine Anpassung der Feder oder eine erneute Prüfung der zulässigen Spannung nahelegt.

Darf ich für alle fünf Stellen dieselbe zulässige Ausschlagspannung verwenden?

Streng genommen nicht: Eine zulässige Ausschlagspannung nach Goodman gilt immer für eine bestimmte Mittelspannung, und die fünf Stellen haben sehr unterschiedliche Mittelspannungen – im Referenzfall reicht die Spanne von etwa −1.535 MPa (Druck) bis +931 MPa (Zug). Der Rechner setzt den eingegebenen Wert an allen Stellen an und weist ausdrücklich darauf hin, welche Mittelspannung an der maßgebenden Stelle vorliegt. Trage deshalb den Wert ein, der zu dieser Mittelspannung gehört, oder bewerte die Stellen einzeln.

Quellen, Methodik und Review

  • Klassisches Goodman-/Haigh-Diagramm-Prinzip der Betriebsfestigkeit; das EN-16983-eigene Ermüdungsdiagramm ist proprietär und wird hier nicht nachgebildet – die zulässige Ausschlagspannung muss aus einer eigenen, belegten Quelle stammen.

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

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NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-07