L = μ0 · μr · N² · A/l
Die Induktivität wächst quadratisch mit der Windungszahl und linear mit Kernquerschnitt und relativer Permeabilität.
Die Induktivität wächst quadratisch mit der Windungszahl und linear mit Kernquerschnitt und relativer Permeabilität.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Die Induktivität wächst quadratisch mit der Windungszahl und linear mit Kernquerschnitt und relativer Permeabilität.
100 Windungen auf einem Ferritkern mit 100 mm² Querschnitt, 100 mm mittlerer Weglänge und μr = 2.000 ergeben L ≈ 25,1 mH.
Homogenes Kernmaterial ohne Luftspalt, keine Sättigung und keine frequenzabhängigen Kernverluste.
Der Rechner bestimmt die Induktivität einer mit ferromagnetischem Material gefüllten Ringkernspule aus Windungszahl, Kernquerschnitt, mittlerer magnetischer Weglänge und relativer Permeabilität – oder umgekehrt die für eine Zielinduktivität nötige Windungszahl.
Eine Spule mit N Windungen speichert bei Stromfluss I einen verketteten magnetischen Fluss N·Φ = L·I. Für eine mit ferromagnetischem Material gefüllte Ringkernspule mit Kernquerschnitt A und mittlerer magnetischer Weglänge l im Kern ergibt sich die Induktivität aus L = μ0·μr·N²·A/l, wobei μ0 die magnetische Feldkonstante und μr die relative Permeabilität des Kernmaterials ist.
Der Ringkern wirkt wie ein geschlossener Kanal für den magnetischen Fluss: Ein Material mit hoher Permeabilität μr entspricht einem Kanal mit sehr geringem Strömungswiderstand, durch den derselbe Fluss bei viel geringerem magnetischem Antrieb fließt – deshalb erzeugen wenige Windungen auf einem Ferritkern dieselbe Induktivität wie sehr viel mehr Windungen auf Luft (μr = 1).
L = μ0 · μr · N² · A/l
L = μ0·μr·N²·A/lN = √(L·l/(μ0·μr·A))| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Induktivität L | Induktivität der Ringkernspule. |
| Windungszahl N | Anzahl der Wicklungen um den Kern. |
| Kernquerschnitt A | Effektive Querschnittsfläche des Ringkerns. |
| Mittlere magnetische Weglänge l | Mittlerer Umfang des magnetischen Kreises im Kern. |
| Relative Permeabilität μr | Materialwert des Kerns; Luft = 1, Ferritkerne für Leistungswandler typischerweise einige Hundert bis mehrere Tausend. |
Windungszahl N, Kernquerschnitt A, mittlere magnetische Weglänge l und relative Permeabilität μr des Kernmaterials bestimmen die Induktivität. A und l stehen meist im Kern-Datenblatt; μr ist stark material- und frequenzabhängig und sollte für den vorgesehenen Frequenzbereich aus dem Datenblatt entnommen werden.
Wähle die gesuchte Größe. Für die Induktivität gibst du N, A, l und μr ein. Für eine Auslegungsfrage – wie viele Windungen für eine Zielinduktivität nötig sind – wähle N als Zielgröße und gib die gewünschte Induktivität L ein.
100 Windungen auf einem Ferritkern mit 100 mm² Querschnitt, 100 mm mittlerer Weglänge und μr = 2.000 ergeben L = 4π·10⁻⁷ · 2.000 · 100² · 10⁻⁴ m² / 0,1 m ≈ 25,1 mH.
Eine Induktivität von 25,1 mH bei nur 100 Windungen zeigt die starke Wirkung des Kernmaterials: Dieselbe Spule ohne Kern (μr = 1) hätte nur rund 12,6 µH – der Ferritkern erhöht die Induktivität hier um den Faktor μr = 2.000.
Kernquerschnitt wird meist in mm² angegeben, magnetische Weglänge in mm, und die resultierende Induktivität liegt je nach Kerngröße im Mikrohenry- bis Henry-Bereich.
Kernhersteller geben für viele Ringkerne zusätzlich einen AL-Wert an, meist in nH pro Windung² – er fasst μ0·μr·A/l in einer einzigen Kenngröße zusammen, sodass sich die Induktivität direkt aus L = AL·N² berechnen lässt, ohne Kernquerschnitt, Weglänge und Permeabilität einzeln einzugeben. Der AL-Wert ist dabei nur für den vom Hersteller spezifizierten Aussteuerungs- und Frequenzbereich gültig, da er die materialabhängige Permeabilität bereits enthält.
Die Beziehung wird zur Auslegung von Drosseln, EMV-Filtern (stromkompensierte Drosseln), Übertragern und Speicherdrosseln in Schaltnetzteilen verwendet, sowie zur Vorabschätzung der nötigen Windungszahl für einen gegebenen Kern und eine Ziel-Induktivität.
Das Modell nimmt ein homogenes Kernmaterial ohne Luftspalt und eine gleichmäßige Feldverteilung entlang der mittleren Weglänge an. Sättigung des Kernmaterials bei hohen Strömen, die ausgeprägte Nichtlinearität der B-H-Kennlinie realer Ferrite sowie frequenzabhängige Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste sind nicht enthalten; bei hohen Frequenzen oder hohen Strömen weicht die reale Induktivität daher spürbar von diesem linearisierten Modell ab.
Typischer Fehler: Ein häufiger Fehler ist, die effektive magnetische Weglänge l mit dem geometrischen Außenumfang des Rings zu verwechseln – Kernhersteller geben l als Datenblattwert an, der von der tatsächlichen Geometrie und Feldverteilung im Kern abweichen kann. Ebenso wird μr manchmal als feste Konstante über den gesamten Betriebsbereich angenommen, obwohl sie bei Ferriten spürbar mit Frequenz, Temperatur und Aussteuerung variiert.
Weil jede zusätzliche Windung sowohl den erzeugten magnetischen Fluss als auch die mit diesem Fluss verkettete Windungszahl erhöht – beide Effekte multiplizieren sich, sodass die Induktivität mit N² skaliert.
Eine Luftspule (μr = 1) hat eine geringe Induktivität pro Windung, dafür aber sehr geringe Kernverluste und ist unempfindlich gegenüber Sättigung; ein Ferritkern erhöht die Induktivität um den Faktor μr, bringt aber Sättigungs- und frequenzabhängige Kernverluste mit sich.
Er ist eine vom Kernhersteller angegebene Kenngröße, die μ0·μr·A/l zusammenfasst, sodass sich die Induktivität direkt aus L = AL·N² berechnen lässt.
Sättigung des Kernmaterials bei hohen Strömen, die nichtlineare B-H-Kennlinie realer Ferrite sowie frequenzabhängige Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste sind nicht enthalten.
Wähle die Windungszahl N als Zielgröße, gib die gewünschte Induktivität L sowie Kernquerschnitt, Weglänge und Permeabilität des vorgesehenen Kerns ein; der Rechner löst die Formel nach N auf.